Abbau- und Deponieprojekt

Sonnenfeld, Ermenswil

Anfangs Juli endete das Anhörungs- und Mitwirkungsverfahren unserer Schwestergesellschaft Schmucki Kies + Tiefbau AG für ihr Abbau- und Deponievorhaben im Sonnenfeld, Ermenswil.

Während 30 Tagen lagen sämtliche Unterlagen zum Abbau- und Deponieprojekt Sonnenfeld, Ermenswil auf der Gemeinde Eschenbach zur Einsicht auf. Dabei hatten sowohl die Bevölkerung der Gemeinde Eschenbach wie auch die umliegenden Gemeindeverwaltungen die Möglichkeit, ihre Anliegen und Meinungen einzubringen. Dies im Rahmen des Anhörungs- und Mitwirkungsverfahrens.

Die gesammelten Stellungnahmen werden nun ausgewertet und es wird geprüft, inwieweit diese im Projekt aufgenommen werden können. Anschliessend werden die Rückmeldungen in einem Vernehmlassungsbericht beantwortet.

 

Einige Fakten zum geplanten Deponieprojekt:

Die Schmucki Kies + Tiefbau AG beabsichtigt, im Gebiet Sonnenfeld im Zeitraum von rund 20 Jahren 754’000 m3 Kies abzubauen und die Kiesgrube mit unverschmutztem Aushubmaterial (Typ A) sowie leicht belasteten Bauabfällen – sogenannte Inertstoffe (Typ B) – wieder aufzufüllen.

Das Deponievolumen beträgt ca. 937’000 m3, wodurch gegenüber dem ursprünglichen Gelände eine leichte Mehrauffüllung erfolgt.

Das Projekt wird in drei Etappen realisiert. Das maximale jährliche Abbau- beziehungsweise Deponievolumen beträgt je 60’000 m3. Gemäss Umweltverträglichkeitsprüfung liegen die Verkehrs- und Lärmzunahme mit diesem Volumen unter der Wahrnehmbarkeitsgrenze.

  • 1. Etappe: Abbau von 205’000 m3 Kies in drei Subetappen (Dauer: ca. vier Jahre), Auffüllung mit 216’000 m3 Deponiematerial (Dauer: ca. sechs Jahre ab Abbaubeginn).
  • 2. Etappe: Abbau von 546’000 m3 Kies in vier Subetappen (Dauer ca. zehn Jahre), Auffüllung mit 607’000 m3 Deponiematerial – wovon 108’000 m3 Typ B (ca. zwölf Jahre ab Abbaubeginn)
  • 3. Etappe: Abbau von 3’000 m3 Kies, Auffüllung Bereich heutiges Kieswerk mit 114’000 m3 Deponiematerial – wovon 108’000 m3 Typ B (ca. 2 Jahre).
  • Das Projekt trägt zur regionalen Versorung mit wertvollem Primärkies für 20 Jahre bei und es stellt die regionale Entsorgung während 20 Jahren für Deponiematerial Typ B sicher. Der Entsorgungsnotstand wird beendet.
  • Heute wird im Gebiet Sonnenfeld bereits Kies abgebaut. Mit dem neuen Projekt nimmt das Verkehrsaufkommen von heute 12’760 LKW-Fahrten pro Jahr auf rund 24’200 LKW-Fahrten zu. Der Verkehr soll je zur Hälfte über Rüti und Eschenbach abgewickelt werden. Durch das Projekt ergeben sich gegenüber heute drei zusätzliche LKW-Fahrten pro Betriebsstunde und Richtung.
  • Im ganzen Linthgebiet gibt es seit rund fünf Jahren keine Deponie Typ B mehr. Die am nächsten gelegene Deponie Gäsi in Mollis nimmt nur noch Glarner Material entgegen.
  • Wird die Deponie Sonnenfeld nicht realisiert, müsste auf ausserregionale Standorte zurückgegriffen werden. Lange Anfahrtswege Richtung Winterthur und Ostschweiz sind die Folge. Dadurch fallen pro Jahr zusätzliche Mehrkilometer von bis zu 7.3 Mio. an. Dies entspricht einem CO2-Ausstoss von bis zu 11’265 Tonnen pro Jahr.

 

Hier gelangen Sie zur ausführlichen Dokumentation mit Informationen zur Ausgangslage, Immissionen, Landschaft und Ökologie.

Hier gelangen Sie zur Medienmitteilung der Gemeinde Eschenbach.